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Entscheidungshilfe

Framework vs. Model-Native: Welcher Ansatz passt zu deinem Projekt?

Du kannst Agenten mit einem modellunabhängigen Framework wie LangGraph, CrewAI oder dem Microsoft Agent Framework bauen oder die Agenten-Werkzeuge der Modellanbieter nutzen, etwa das Claude Agent SDK oder OpenAI Codex. Welcher Weg passt, hängt von deinen Anforderungen ab. Die Entscheidungsmatrix hilft dir bei der Einordnung.

Deine Anforderungen
Gib deine Projektanforderungen an, um eine Empfehlung zu erhalten
Vordefinierte Szenarien
Framework vs. Model-Native EmpfehlungHybrid empfohlen

Framework-basiert

LangGraph, CrewAI, AutoGen

Score1/10

Gründe:

Kurze Tasks gut mit Frameworks umsetzbar

Vorteile:

  • • Multi-LLM Orchestrierung
  • • Kostenoptimierung
  • • Open-Source verfügbar
  • • Große Community

Model-Native

Claude Agent SDK, OpenAI Agents SDK, Google ADK

Score3/10

Gründe:

Single-LLM ausreichend
Budget erlaubt Premium-Modelle

Vorteile:

  • • Long-Horizon Tasks
  • • Minimales Setup
  • • Maximum Capability
  • • Interactive Steering

Hybrid-Ansatz empfohlen

Deine Anforderungen sind ausgewogen. Ein Hybrid-Ansatz kombiniert die Vorteile beider Welten:

  • • Framework für Multi-LLM-Orchestrierung und Kostenoptimierung
  • • Model-Native für kritische Long-Horizon Tasks
  • • Flexibilität je nach Use Case
Was bedeutet Framework-basiert?

Frameworks wie LangGraph, CrewAI, das Microsoft Agent Framework (Nachfolger von AutoGen) oder das OpenAI Agents SDK geben dir Bausteine, um Agenten, Werkzeuge und Abläufe selbst zu definieren. Du wählst Modelle verschiedener Anbieter, legst Zustände, Übergaben und Freigaben fest und betreibst alles in deiner eigenen Infrastruktur.

Vorteile: Freie Modellwahl, Kostensteuerung über günstigere Modelle für Teilschritte, meist Open Source, volle Kontrolle über Abläufe und Daten, testbar wie normaler Code.

Nachteile: Mehr Aufbau- und Wartungsaufwand, Lernkurve, du musst Werkzeuge, Sandbox und Kontextverwaltung selbst lösen.

Was bedeutet Model-Native?

Model-Native meint die Agenten-Werkzeuge der Modellanbieter selbst, etwa Claude Code und das Claude Agent SDK von Anthropic oder OpenAI Codex. Sie bringen einen fertig abgestimmten Agent-Loop, eingebaute Werkzeuge (Dateien, Terminal, Websuche), Subagenten und Kontextverwaltung mit. Du konfigurierst eher, als dass du Abläufe programmierst.

Vorteile: Sehr schneller Start, Agent-Loop und Werkzeuge sind auf das eigene Modell abgestimmt, gute Ergebnisse bei langen Aufgaben mit Code und Dateien, laufende Verbesserungen durch den Anbieter.

Nachteile: Bindung an einen Modellanbieter, weniger Kontrolle über den Ablauf im Detail, Kosten hängen vom Preismodell des Anbieters ab, eingeschränkte Möglichkeiten für eigene Freigabe- und Prüfschritte.

Wann lohnt sich eine Kombination?

Eine Kombination ist sinnvoll, wenn du:

  • feste Abläufe mit Freigaben brauchst, einzelne Schritte aber sehr anspruchsvoll sind
  • Standardaufgaben günstig erledigen und nur schwierige Schritte an einen spezialisierten Agenten geben willst
  • je nach Aufgabe unterschiedliche Anbieter nutzen möchtest
  • einen bestehenden Framework-Ablauf schrittweise um Agenten-Werkzeuge der Anbieter ergänzen willst

Beispiel: Ein LangGraph-Workflow steuert Ticketannahme, Freigabe und Deployment. Die eigentliche Code-Änderung übernimmt ein Agent auf Basis des Claude Agent SDK oder Codex, dessen Ergebnis der Workflow prüft und zur Freigabe vorlegt.